
Brauche ich überhaupt eine neue Webseite?
Fünf Anzeichen, dass ein Redesign etwas bringt, und drei, bei denen dein Geld anderswo besser aufgehoben ist.

Das Wichtigste in Kürze
Ein Redesign lohnt sich, wenn deine Seite Anfragen kostet — durch lange Ladezeit, unklares Angebot, fehlende Mobilansicht oder Inhalte, die nicht mehr stimmen. Es lohnt sich nicht, wenn dir nur das Design nicht mehr gefällt, deine Anfragen ohnehin aus Empfehlungen kommen oder das eigentliche Problem im Angebot liegt.
- Ladezeit über drei Sekunden und fehlende Mobilansicht kosten messbar Anfragen.
- Wenn Interessenten am Telefon Dinge fragen, die auf der Seite stehen müssten, ist die Struktur das Problem.
- Ein Redesign repariert kein unklares Angebot — es macht die Unklarheit nur schöner.
- Manchmal reicht eine überarbeitete Startseite statt einer neuen Webseite.
Fünf Anzeichen, dass es Zeit ist
Diese fünf Punkte kosten dich Geld, jeden Monat, still und ohne dass es jemand meldet.
Anzeichen
- Die Seite lädt auf dem Mobiltelefon länger als drei Sekunden. Jede weitere Sekunde kostet einen zweistelligen Prozentsatz der Besucher.
- Auf dem Telefon muss man zoomen oder seitwärts scrollen. Das ist heute die Mehrheit deiner Besucher.
- Interessenten fragen am Telefon nach Preisen, Ablauf oder Zuständigkeit — Dinge, die auf der Seite stehen sollten.
- Du kannst selbst nichts ändern, ohne jemanden anzurufen.
- Die Inhalte beschreiben ein Angebot, das du so gar nicht mehr verkaufst.
Drei Gründe, das Geld anders einzusetzen
Ein Redesign ist keine Wachstumsmassnahme an sich. In diesen drei Fällen bringt anderes mehr.
Gegenargumente
- Dir gefällt das Design nicht mehr, aber die Seite bringt Anfragen. Geschmack ist ein schlechter Auslöser für ein Projekt.
- Praktisch alle Kunden kommen über Empfehlung. Dann ist die Seite ein Nachweis, keine Verkaufsfläche — und eine überarbeitete Startseite reicht.
- Das Angebot selbst ist unklar. Eine neue Seite macht diese Unklarheit nur schneller sichtbar.
Unsicher, was dein Projekt kostet?
Wir rechnen dir den Rahmen im Erstgespräch aus — fix, bevor irgendetwas gebaut wird.
Wie du es in zwanzig Minuten selbst prüfst
Öffne deine Startseite auf dem Telefon, mit mobilen Daten statt WLAN. Stoppe die Zeit bis der erste Text lesbar ist. Zeige dieselbe Seite jemandem, der dein Geschäft nicht kennt, und lass ihn nach fünf Sekunden sagen, was du anbietest und für wen.
Schau danach in deine Statistik: Wie viele Besucher kommen im Monat, und wie viele davon nehmen Kontakt auf? Unter einem Prozent ist auffällig, unter einem halben Prozent ist ein Befund.
Der Zwischenweg
Zwischen «alles bleibt» und «alles neu» liegt eine Option, die wir oft empfehlen: die Startseite und die wichtigste Leistungsseite neu bauen, den Rest vorerst stehen lassen.
Das kostet einen Bruchteil, wirkt auf den Seiten, die den meisten Verkehr tragen, und liefert Zahlen. Wenn die Anfragen steigen, ist die Entscheidung für den Rest leicht.
Häufige Fragen
Verliere ich meine Google-Positionen bei einem Redesign?
Nicht, wenn Inhalte und Adressen sauber übernommen und alte Adressen weitergeleitet werden. Verluste entstehen fast immer durch fehlende Weiterleitungen, nicht durch das neue Design.
Wie oft sollte man eine Webseite erneuern?
Alle vier bis sechs Jahre komplett, wenn die Seite laufend gepflegt wird. Ohne Pflege eher alle drei.
Reicht nicht ein Profil auf einer Plattform?
Als Ergänzung ja, als Ersatz nein. Auf einer fremden Plattform bestimmst du weder die Regeln noch behältst du den Kontakt zu deinen Kunden.
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